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Am 17./18. August 1968 beging Borgloh seine 900-Jahr-Feier und ist somit der älteste urkundlich erwähnte Ortsteil. Das alte Borgloh wurde etwa zur Zeit Karls des Großen als befestigter Meierhof angelegt, der jedoch vermutlich um das Jahr 1200 durch eine schreckliche Feuersbrunst niederbrannte. Der Meyerhof ist wieder aufgebaut worden, aber die anderen Bewohner zogen auf den Berg, dahin, wo der alte steinerne Wachturm stand, der auf Befehl des Kaisers Barbarossa gebaut sein soll.

An diesen Barbarossaturm bauten sie um 1230 ihre neue Kirche, die heutige Dorfkirche, und gründeten das neue Borgloh.
Einer der ältesten Erwerbszweige war der Bergbau. Als besonderer Förderer dieses heimischen Industriezweiges galt Bischof Ernst August II. Der größte Teil der Förderung wurde mit dem Pferdewagen zum Salzwerk Rothenfelde transportiert, wo mit Hilfe Borgloher Kohle Salz gesiedet wurde.
Auch der
Abbau von Hilter-Goldocker hat die Gemeindegeschichte geprägt. Der alle zwei Jahre stattfindende Ockermarkt und einige ockerfarbene Fassaden erinnern noch an goldgelbe Vergangenheit.
Ursprünglich gehörte Hilter zum Kirchspiel Dissen.Erst 1246, als die Bevölkerung eine eigene Kirche errichtet hatte, erfolgte die Bildung einer selbständigen Pfarrgemeinde. Die alte Kirche, im Laufe der Zeit baufällig und auch zu klein geworden, musste in den Jahren 1857/59 einem Neubau Platz machen.
In Kriegen hatte Hilter immer schwer zu leiden, lag der Ort doch direkt an einer stark benutzten Verkehrsstraße. 1621 lagerten hier und in den benachbarten Dörfern holländische Truppen, die den böhmischen König, den "Winterkönig", nach dem für ihn unglücklichen Ausgang der Schlacht am Weißen Berge bei Prag hier erwarteten, um ihn nach Holland zu geleiten. Die Bevölkerung hat in diesen Zeiten, wie fast während der gesamten Dauer des Dreißigjährigen Krieges, kein leichtes Los gehabt.
Einen Aufschwung nahm Hilter um die Jahrhundertwende. Weltbekannt wurden durch die Ockergewinnung das "Hilter Gold" sowie die Margarinefabrik Rau, die bis nach dem Zweiten Weltkrieg noch die größte Walfangflotte besaß.
Die Gemeinde Hilter am Teutoburger Wald in ihrer heutigen Form entstand im Zuge der Gebiets- und Verwaltungsreform am 1.7.1972 aus den früheren Gemeinden Borgloh, Hankenberge und Hilter, nachdem sich bereits am 1.7.1970 die früheren Gemeinden Allendorf, Borgloh-Wellendorf, Ebbendorf, Eppendorf und Uphöfen zur Einheitsgemeinde Borgloh zusammengeschlossen hatten. Das Gemeindegebiet umfaßt 52,6 qkm, in dem zur Zeit ca. 10.000 Einwohner leben.